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Das Bundeskabinett hat die Alterssicherungskommission (ASK) eingesetzt, die ihre Arbeit Anfang 2026 aufgenommen hat. Sie hat (Stand Januar 2026) 13 Mitglieder und ist das wesentliche Beratungsgremium für die Reform der Alterssicherung in Deutschland. Sie soll im laufe des Jahres Vorschläge für die Reform des Altersvorsorgesystems unterbreiten. Grund für die Bemühungen sind im wesentlichen die Probleme bei der Finanzierung des Systems im Hinblick auf den demografischen Wandel der Bevölkerung. Constanze Janda (Universität Speyer) und Frank-Jürgen Weise (Manager) leiten die Kommission. Das Zentrale Thema wird die Finanzierung sein, weniger der Schutz vor Altersarmut. Das ist zumindest zu befürchten.

Es gibt hierzu aktuell eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland, die als Anregung für die Arbeit der Kommission zu sehen ist:

"Die Finanzierungskrise des Sozialstaates hat ihren Ursprung nicht in der Grundsicherung und kann deshalb auch nicht dort gelöst werden. Der Kostendruck entsteht bei der Rente. Darum ist es wichtig, hier anzusetzen.
Dabei muss die wachsende Altersarmut in den Fokus genommen werden. Die Frage, ob es der gesetzlichen Rentenversicherung gelingt, wirksam vor Altersarmut zu schützen, wird langfristig über ihre Akzeptanz und Finanzierbarkeit entscheiden."

Das Positionspapier kann auf der Seite der Diakonie heruntergeladen werden.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. hat den Ratgeber "Schuldenfrei im Alter" in der fünften aktualierten Auflage herausgegeben.

Immer mehr ältere Menschen sind mit Schuldenproblemen konfrontiert. Das hat unterschiedlichste Ursachen. Viele schämen sich aber, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Ratgeber informiert sowohl darüber, wie man solche Situationen vermeiden kann wie auch, welche Möglichkeiten es gibt, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der Ratgeber ist kostenlos. Weitere Infos findend Sie auf der Seite des Herausgebers:

https://www.bagso.de/publikationen/ratgeber/schuldenfrei-im-alter

Die Hauptausschusssitzung des Deutschen Vereins findet am 18. September 2024 statt. Titelthema ist: "Lebenswege in ein sicheres Alter gestalten – Strategien gegen Altersarmut".

Der Infotext des DV lautet:
Immer mehr Menschen sind im Alter auf existenzsichernde Leistungen angewiesen. Gegenmaßnahmen, wie das aktuell angestoßene Rentenpaket II, greifen zu kurz, um diesen Trend zu durchbrechen. In der diesjährigen Hauptausschusssitzung nehmen wir Risikogruppen und Ursachen von Altersarmut gezielt in den Blick. Wir wollen diskutieren, wie eine lebenslauforientierte Sozialpolitik gestaltet sein muss, um Altersarmut zu verhindern und welche Maßnahmen der Alterssicherung für ein gutes Leben im Alter notwendig sind.

Weitere Infos sind hier zu finden:
Hauptausschuss (deutscher-verein.de)

Die Bundesregierung hat nach langen und zähen Verhandlungen die Einführung der Grundrente beschlossen. Zu einem bedingungslosen Anspruch konnte sich die Regierung aber nicht durchringen. Anspruch hat nur, wer mindestens 33 Jahre Beitragsleistungen erbracht hat. Es wird eine Einkommensprüfung geben. Über einem Einkommen von mehr als 1.250 € bei Alleinstehenden bzw. 1.950,- Euro bei Paaren wird dieses zu 60 % angerechnet. Bei über 1.600 / 2.300 Euro erfolgt die Anrechnung vollständig.

Start soll der 01.01.21 sein. Man darf gespannt sein, welcher Verwaltungsaufwand entsteht und ob das Antragsprozedere für Hilfebedürftige machbar ist.

"Die Bundesregierung will, dass die Menschen länger arbeiten: Das gesetzliche Renteneinstiegsalter ist deshalb in den vergangenen Jahren schrittweise angehoben worden und wird bis 2031 auf 67 Jahre steigen. Doch schon heute erreichen viele nicht die Regelaltersgrenze. Im Jahr 2017 gingen rund 21 Prozent der Männer und knapp 26 Prozent der Frauen mit teils hohen Abschlägen in den vorzeitigen Ruhestand. "

Das ist ein Auszug aus einer Veröffentlichung der Hans Böckler Stiftung. Den gesamten Beitrag lesen Sie hier: Link zum Beitrag

Eine zusätzliche Alterssicherung in Ergänzung zur gesetzlichen Altersrente kann vor Altersarmut schützen. Schade nur, wenn diese Möglichkeit dazu führt, dass private Anbieter hiermit ihr Geschäft betreiben und somit die Leistungen, die zu erwarten sind, deutlich schmälern.

Die Verbraucherzentrale zeigt in einem aktuellen Artikel, dass das auch anders geht und man in dieser Frage vom Ausland lernen kann:

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale

Jeder Dritte Alleinstehende von Armut bedroht

Mehrere Zeitungen greifen dieses Thema auf und weisen auf diesen Zusammenhang hin. Auslöser für die Diskussion ist wohl , dass in Großbritannien ein Regierungsposten "gegen Einsamkeit" eingerichtet worden ist und DIE LINKE im Bundestag auf die jüngsten Zahlen von Eurostat aufmerksam gemacht hat. Demnach ist die Armutsgefährdungsquote von alleinstehenden Deutschen von 2007 mit 27 % auf 32,9 % im Jahr 2016. Uns ist es leider nicht gelungen, die Zahlen bei Eurostat zu verifizieren und konnten hierzu auf der Seite der Linken keinen Beitrag finden.
Auch der Präsident der Diakonie Deutschland äußerte sich gegenüber der dpa zum Thema und weist darauf hin, dass Betroffene die Lebensumstände oftmals nicht selbst ausgesucht haben und dies eine strukturelle Hilfe erfordere.

In einigen Artikel wird noch ein Querverweis auf den Überschuldungsreport des Hamburger Instituts für Finanzdienstleistungen hingewiesen, der einen erhöhte Überschuldungsquote bei alleinstehenden Männern und Frauen und bei Alleinerziehenden ausweist.

So titelt die Bertelsmann-Stiftung Ihre Pressemeldung vom 07.02.18.

In früheren Tagen waren Kinder eine Form der Altersvorsorge, ein Schutz im Alter zu verarmen. Dies gilt heute auch noch für andere Kulturkreise. Das hat sich in Deutschland grundsätzlich geändert. "Mit jedem zusätzlichen Kind wird die finanzielle Lage von Familien schwieriger. Kinder sind leider ein Armutsrisiko in Deutschland", so wird Jörg Dräger, der Vorstand der Bertelsmann-Stiftung im Beitrag zitiert. Mit dem nachfolgenden Link werden Sie zur Pressemeldung der Bertelmann-Stiftung weitergeleitet. Dort können Sie den kompletten Beitrag lesen und es stehen weitere Links für den Download der Studie der zur Verfügung, die von Forschern der Ruhr-Universität Bochum erstellt wurde.

Link zur Bertelsmann-Stiftung