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Was hat das Energiewirtschaftsgesetz mit Altersarmut zu tun? 

Altersarmut hat immer auch das Problem im Gepäck, dass womöglich laufende Verpflichtungen nicht mehr ordentlich bezahlt werden können. Das kann auch Energiekosten betreffen, zumal die Kosten hierfür zuletzt massiv gestiegen sind.  Die folgende Änderung im Gesetz kann schwerwiegende Folgen haben:
„Für bürgerliche Rechtsstreitigkeiten, die sich aus diesem Gesetz ergeben, sind ohne Rücksicht auf den Wert des Streitgegenstandes die Landgerichte ausschließlich zuständig“ (§ 102 EnWG).
Streitigkeiten wegen Sperrung von Energielieferungen landen somit automatisch vor dem Landgericht. Vor dem Landgericht herrscht Anwaltszwang. Wenn Betroffene sich zur Wehr setzen möchten, müssen sie erst einmal einen Anwalt finden, der ggf. auf Beratungshilfebasis oder im Wege der Prozesskostenhilfe tätig wird. Damit dürften viele überfordert sein. Diese Regelung sollte rückgängig gemacht werden.

Das Bundeskabinett hat die Alterssicherungskommission (ASK) eingesetzt, die ihre Arbeit Anfang 2026 aufgenommen hat. Sie hat (Stand Januar 2026) 13 Mitglieder und ist das wesentliche Beratungsgremium für die Reform der Alterssicherung in Deutschland. Sie soll im laufe des Jahres Vorschläge für die Reform des Altersvorsorgesystems unterbreiten. Grund für die Bemühungen sind im wesentlichen die Probleme bei der Finanzierung des Systems im Hinblick auf den demografischen Wandel der Bevölkerung. Constanze Janda (Universität Speyer) und Frank-Jürgen Weise (Manager) leiten die Kommission. Das Zentrale Thema wird die Finanzierung sein, weniger der Schutz vor Altersarmut. Das ist zumindest zu befürchten.

Es gibt hierzu aktuell eine Stellungnahme der Diakonie Deutschland, die als Anregung für die Arbeit der Kommission zu sehen ist:

"Die Finanzierungskrise des Sozialstaates hat ihren Ursprung nicht in der Grundsicherung und kann deshalb auch nicht dort gelöst werden. Der Kostendruck entsteht bei der Rente. Darum ist es wichtig, hier anzusetzen.
Dabei muss die wachsende Altersarmut in den Fokus genommen werden. Die Frage, ob es der gesetzlichen Rentenversicherung gelingt, wirksam vor Altersarmut zu schützen, wird langfristig über ihre Akzeptanz und Finanzierbarkeit entscheiden."

Das Positionspapier kann auf der Seite der Diakonie heruntergeladen werden.